Museum an der Kreuzkirche
Das im August 2015 eröffnete Museum befindet sich im Erdgeschoss des 1741 erbauten „Alten Pfarrhauses“ neben der Kreuzkirche im Frankfurter Stadtteil Preungesheim. Die von der Kirchengemeinde getragene und vom Preungesheimer Kultur- und Geschichtsverein eingerichte Präsentation (50 qm) versteht sich als Stadtteilmuseum und bietet Einblicke in die Geschichte Preungesheims vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie zeigt archäologische Funde und Bestände aus dem Archiv der Kreuzkirchengemeinde, in dem sich neben Urkunden und Akten auch alte liturgische Geräte sowie ortsgeschichtliche Objekte befinden, die Preungesheimer Vereine und Bürger dem Archiv schenkten. Tondokumente, etwa von einer Lochplatten-Spieldose von 1890, sowie historische Fotografien und Filme bereichern die Ausstellung um audiovisuelle Dokumente. Bedruckte Acrylglasscheiben in den Fensterlaibungen führen mit Bildern und Texten in die jeweiligen Themen ein.

Die aus fünf Abschnitten bestehende Präsentation beginnt mit dem Thema „Preungesheim im Mittelalter“. Zu sehen sind unter anderem archäologische Funde aus der Kreuzkirche, deren Vorgängerbauten bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen und deren bedeutende Wandmalereien im späten 13. Jahrhundert entstanden. Weiterhin wird hier auf die erste urkundliche Erwähnung des Ortes eingegangen. Ein eigener Abschnitt ist der in Preungesheim vertretenen Kommende des Deutschen Ordens gewidmet, die von 1275 bis 1809 das Patronatsrecht besaß und über umfangreiche Besitzungen verfügte. Die Darstellung des 16. bis 18. Jahrhunderts konzentriert sich auf das Thema „Konfession und Krieg“, da wechselnde Herrschaftsverhältnisse immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Konfessionen führten.

Die Themeninsel „Vom Land zur Stadt“ veranschaulicht die gravierenden Veränderungen im 19. Jahrhundert, als sich Preungesheim vom Dorf zur Vorstadt Frankfurts entwickelte. Ein weiterer Abschnitt behandelt die Zeit vom späten 19. Jahrhundert bis etwa 1950. Zahlreiche Exponate zeugen von der patriotischen Begeisterung im Deutschen Kaiserreich, historische Fotografien dokumentieren die Zerstörungen des Ortes im Zweiten Weltkrieg. Wer die Schubladen in den Vitrinensockeln öffnet, kann noch mehr entdecken: zum Beispiel Postkarten von Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, die dem Preungesheimer Pfarrer auf seine wöchentlichen Briefe antworteten, oder ein Rechnungsbuch von 1560.

Öffnungszeiten:
Do 16-18 Uhr
So 11.30 – 13 Uhr
letzter Samstag im Monat 16-18 Uhr

Adresse und Kontakt:
Museum an der Kreuzkirche
Weinstraße 27
60435 Frankfurt am Main

Telefon: (0 69) 54 53 31 und (0 69) 95 40 91 30
E-Mail: kreuzgemeinde.ffm@t-online.de
Internet: www.kreuzgemeinde-frankfurt.de

 

Interkulturelle Geschichtenwerkstätten Preungesheim
– Begegnungen, Gespräche, Expeditionen-

Alle PreungesheimerInnen sind ab sofort herzlich dazu eingeladen, bei unseren Angeboten zur Erforschung der Preungesheimer Stadtteil-Geschichte mitzumachen.

Die Projektreihe “Geschichtenwerkstätten”  will Stadtteilgeschichte und Stadtteilgeschichten sammeln und untersuchen, vom Alltag und den Biografien von Preungesheimerinnen erfahren und ein generationsübergreifendes und interkulturelles Forum für Austausch und Gespräche sein.

 

Die “Preungesheimer Geschichtswerkstatt” trifft sich regelmäßig im Alten Pfarrhaus der evangelischen Kreuzgemeinde, (Weinstraße 27, 60435 Ffm.-Preungesheim), um historischen Stadtteil-Themen nachzuspüren, wie z.B.: Migrationsgeschichte in Preungesheim (Kriegszuwanderung, Zwangswanderung, Arbeitsmigration, Flucht); Wandel der Infrasturktur im Stadtteil: von der Landwirtschaft zum Wohngebiet; Veränderung von Arbeitsplätzen, Schulen, Vereinen, Freizeitgestaltung; Geschichte der Preungesheimer Straßen und Wohngebiete; Leben in Preungesheim früher und heute. Wir sind offen für alle Fragen zu Geschichte und Geschcihten aus Preungesheim.

Die Geschichtswerkstatt arbeitet eng mit dem neuen Stadtteilmuseum und dem ansässigen Preungesheimer Kultur- und Geschichtsverein e.V. zusammen. Gesammelt werden in dem Stadtteilmuseum vorwiegend Zeugnisse des alltäglichen Lebens aus dem Stadtteil, die in traditionellen staatlichen Archiven keinen Platz finden.Hier werden wir auch unsere Erforschungs-Ergebnisse in regelmäßigen Abständen präsentieren.

Anmeldung und weitere Infos:
Anneliese Gad
Geschäftsstelle Preungesheimer Kultur- und Geschichtsverein e.V.
Hoherodskopfstraße 6, 60435 Frankfurt am Main
Telefon 069 – 545331 und 069 – 95409130
E-Mail: anneliesegad@aol.com

 

“Erzählcafé”: Kommen Sie vorbei und erzählen Sie uns ihre Geschichte
1x wöchentlich vormittags laden wir ein, bei einem gemütlichen Kaffee und Gebäck aus Ihrem und deinem  Leben zu erzählen; moderiert wird alles von Frau Gürler. Im Erzählcafé kommen Bürgerinnen und Bürger Preungesheims zu Wort: Alteingesessene, Zugereiste, Geflüchtete, Ältere, Jüngere… Hier werden „Geschichten im Kleinen“ als wichtiger Teil der „Geschichte im Großen“ verstanden.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer können im Anschluss das Gehörte mit eigenen Berichten ergänzen.

Jeden Mittwoch von 10.30 – 12.30 Uhr im Nachbarschaftsbüro Preungesheim (Wegscheidestraße 32A, 60435 Ffm.-Preungesheim).

Mit der Zeit entsteht ein buntes Bild vom Leben in Preungesheim. Die Erzählungen werden als Tondokumente aufgezeichnet und dem  Audioarchiv des Stadtteilmuseums zur Verfügung gestellt.

Sie möchten gerne aus Ihrem Leben erzählen?
Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
Hayriye Gürler (Medienpädagogin)
Telefon 0157-719 48957
E-Mail: guerler@gmx.net”>guerler@gmx.net

Anneliese Gad
Geschäftsstelle Preungesheimer Kultur- und Geschichtsverein e.V.
Hoherodskopfstraße 6, 60435 Frankfurt am Main
Telefon 069 – 545331 und 069 – 95409130
E-Mail: anneliesegad@aol.com

Angela Freiberg
Quartiersmanagement Preungesheim
Wegscheidestraße 32A, 60435 Frankfurt am Main
Telefon 0176 – 10077967
E-Mail: preungesheim@frankfurt-sozialestadt.de

 

Aktionsangebote
Zu unterschiedlichen Themen laden wir SeniorInnen und Kinder aus Preungesheim ein, gemeinsam generationsüberreifend mit uns Geschichte aktiv zu erleben. Dazu finden jedes halbe Jahr Aktionsangebote statt. Wir starten mit einer historischen Spielewerkstatt. Gemeinsam werden wir das historische Museum in Frankfurt besuchen und uns darüber informieren, wie Kinder früher gespielt und gelebt haben. Danach stellen wir unter Anleitung einer Produktgestalterin selbst ein historisches Spiel. Danach werden Nachbarinnen und NAchbarn eingeladen, um an einem gemeinsamen Nachmittag bei Kaffee, Limo und Kuchen gemeinsam das selbst hergestellte Spiel zu erproben.
Weitere Themen sind: Das persönliche Sammelsurium: Nachbarschaftsausstellung , Stoffe der Vergangenheit mit Siebdruck-Workshop, “Chronik der Zukunft” mit Schreib-Werkstatt, Ausbildung als GeschichtenerzählerInnen.

Infos und Anmeldungen:
Preungesheimer Kultur- und Geschichtsverein e. V., c/ o: Anneliese Gad, Hoherodskopfstraße 6, 60435 Frankfurt am Main, Telefon: 069 – 545331 und 069 – 95409130, E-Mail: AnnelieseGad@aol.com

Quartiersmanagement Preungesheim “Aktive Nachbarschaft”, Angela Freiberg, Wegscheidestraße 32A, 60435 Frankfurt am Main, Telefon: 0176 – 10077967, Email: preungesheim@frankfurt-sozialestadt.de

Die Projektreihe “Interkulturelle Geschichtenwerkstätten Preungesheim” ist eine Kooperation der Evangelischen Kreuzgemeinde und dem Quartiersmanagement Preungesheim “Aktive Nachbarschaft”.

Eine Kurzbeschreibung über Preungesheim auf der offiziellen Stadt-Frankfurt-Internetseite: www.frankfurt.de

 

Die Online-Seite zu dem Projekt “Totalnachbar”?
www.totalnachbar.de
Das Projekt “totalnachbar” ist ein Projekt im Rahmen des Förderprogramms für Stadtteil-Historiker der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Benedikt Kroll, Master-Student der Kulturanthropologie, hat dieses Projekt initiiert.
Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie die Gebäude der Justizvollzugsanlagen durch ihre Präsenz im Stadtbild und im Alltag der im Stadtteil verkehrenden Personen die Wahrnehmung der „Staatsmacht“ beeinflussen. Wie lebt es sich für die Menschen aus Preungesheim in direkter Nachbarschaft oder im selben Stadtviertel des Gefängnisses?
Benjamin Kroll stellt fest, dass Inhaftierte für Viele ein Thema darstellen, das “außerhalb der Gesellschaft” verortet wird und eher mit spitzen Fingern angefasst wird. Häufig werden Sicherheitsgründe genannt, um diese Distanzierung zu rechtfertigen. Das Projekt “totalnachbar” möchte versuchen, gegen die unreflektierte Ablehnung des Justizvollzuges in der allgemeinen Öffentlichkeit anzuarbeiten – schließlich ist es ein zentrales Anliegen für die Gesellschaft, was mit jenen geschieht, die den gesetzlichen Normen und Verhaltensregeln nicht entsprechen.
Machen Sie mit!
Geschichtsschreibung und historische Forschung braucht Quellen: Menschen, die etwas erlebt haben und darüber berichten und Dokumente wie Zeitungen, Bücher, Notizen, Gedenksteine.
Was können Sie tun?
Die Projektteilnehmer sind an allem interessiert, das sich mit dem Justizvollzug rund um die Einrichtungen in Frankfurt-Preungesheim beschäftigt. Alle Arten von Hinweisen sind sehr willkommen. Die Kontaktadresse und eine ausführliche Beschreibung finden Sie auf der Onlineseite (www.totalnachbar.de)

 

In Preungesheim gibt es einen Hügel – die Überreste der Burg Bachberg. Hierzu ein kurzer Internetartikel: www.burgen-und-schloesser.net/hessen/burg-bachberg/geschichte

 

Die Gedenktafel: Gedenkstätte Preungesheim auf der Internetseite des Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster in Frankfurt a.M.: www.stadtgeschichte-ffm.de/service/gedenktafeln/preungesheim

 

Ein Buchtipp für diejenigen, die sich mit den Ursprüngen und der Geschichte des Stadtteils Preungesheim auseinandersetzen möchten:
Pülm, Wolfgang: “Preungesheim : altes Dorf – junger Stadtteil.”
Hrsg. von d. Frankfurter Sparkasse, Frankfurt am Main : Frankfurter Sparkasse, 1990. 141 S. : Ill., Kt. ; 21 cm kart.
Das Buch gibt es über Antiquariate im Internet zu kaufen. Leider wird es nicht mehr aufgelegt…!